Marktinfos und Tipps zu Steuern, Zahlungen und Retourenmanagement für den Warenversand von Deutschland nach Österreich.
Der Versand von Waren nach Österreich kann für deutsche Online-Händlerinnen und -Händler ein echter Wachstumshebel sein. Damit die Expansion gelingt, ist es wichtig, den Markt genau zu verstehen und rechtliche Vorgaben einzuhalten.
Was genau den österreichischen Markt so attraktiv macht und welche Besonderheiten Händlerinnen und Händler beachten sollten, schauen wir uns in diesem Artikel genauer an. Außerdem geben wir Tipps für die erfolgreiche Expansion in den österreichischen Markt.
Österreich bietet deutschen Online-Händlerinnen und -Händlern eine attraktive Kombination aus hoher Kaufkraft, kurzen Lieferwegen und einer wachsenden Vorliebe für Online-Shopping. Das macht unser Nachbarland zu einem der spannendsten Märkte innerhalb der Europäischen Union.
Als eine der am höchsten entwickelten Volkswirtschaften der EU verfügt Österreich über eine außergewöhnlich hohe Kaufkraft pro Kopf, die deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Generell zeichnet sich der österreichische Markt durch stetiges Wachstum im E-Commerce aus: Laut einer Studie des österreichischen Handelsverbands stiegen die Ausgaben im Onlinehandel 2024 um 5 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Besonders stark wächst dabei das Smartphone-Shopping. Am meisten online gekauft haben die Österreicherinnen und Österreicher im Jahr 2024 Spielwaren, Sportartikel, Bekleidung und Elektrogeräte.
Die geografische Nähe Österreichs zu Deutschland erleichtert zudem den Versand: schnelle Lieferzeiten, geringe Transportkosten und eine gemeinsame Sprache machen die Expansion einfacher. Deutschland ist dabei das wichtigste Importland für Österreich: Im Jahr 2023 beliefen sich die Importe aus Deutschland nach Österreich auf 64,7 Milliarden Euro. Damit machten sie 31,9 Prozent aller österreichischen Importe aus.
Plus: Deutsche Händlerinnen und Händler genießen in Österreich großes Vertrauen. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigt beispielsweise: 58 Prozent der grenzüberschreitenden Online-Einkäufe österreichischer Konsumentinnen und Konsumenten wurden bei deutschen Anbietern getätigt.
Insgesamt sendet der österreichische Markt damit viele positive Signale für den grenzüberschreitenden E-Commerce. Deutsche Händlerinnen und Händler können hier gut von einem stabilen und wachsenden Markt profitieren.
Um als Online-Händlerin oder -Händler in Österreich Fuß zu fassen und erfolgreich Waren dorthin zu versenden, sollten Sie einige lokale Besonderheiten kennen. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihre Sendungen ohne Probleme bei Ihren Kundinnen und Kunden ankommen.
Darauf sollten Sie konkret achten:
Ein Paket nach Österreich versenden Sie am besten mit zuverlässigen und bekannten lokalen Carriern wie Post AT. Diese bietet schnelle Lieferzeiten ist bei österreichischen Kundinnen und Kunden fest etabliert.
Österreichische Kundinnen und Kunden bevorzugen teilweise andere Zahlungsmethoden als die deutsche Kundschaft. Diese drei Zahlungsarten sind dabei besonders beliebt:
Als Online-Händlerin oder -Händler sollten Sie dabei am besten eine Vielfalt an Zahlungsmöglichkeiten anbieten, um den unterschiedlichen Präferenzen gerecht zu werden und auf Dauer mehr Bestellungen über Ihren Shop zu generieren.
Dass Pakete retourniert werden, ist unvermeidbar. Wenn Sie dafür Ihre Bedingungen klar und transparent im Shop kommunizieren und den Prozess so einfach wie möglich gestalten, können Sie aus der Not eine echte Chance machen: Mit einer Bearbeitungszeit von maximal vier bis fünf Werktagen, Sendungsverfolgung und klaren Informationen über den Rückgabeprozess sichern Sie sich das Vertrauen Ihrer Kundschaft und heben sich von anderen Shops ab.
Neben logistischen und finanziellen Aspekten sollten Sie auch die rechtlichen Anforderungen und kulturellen Eigenheiten des österreichischen Marktes berücksichtigen:
Bild: © Österreichische Post AG
Das Thema Steuern spielt bei grenzüberschreitenden Verkäufen eine zentrale Rolle. Um rechtliche Vorgaben einzuhalten und erfolgreich nach Österreich zu expandieren, sollten Händlerinnen und Händler die Lieferschwelle und das OSS-Verfahren kennen. Diese Regelungen sorgen für Transparenz und erleichtern die Abwicklung in der gesamten EU.
Die Lieferschwelle gibt an, ab welchem Umsatzwert Unternehmen in Österreich mehrwertsteuerpflichtig werden. Seit 2021 liegt die EU-weite Lieferschwelle für grenzüberschreitende Fernverkäufe bei 10.000 Euro pro Jahr. Wird dieser Betrag überschritten, müssen die betroffenen Umsätze im Zielland, also in Österreich, versteuert werden.
Beispiel: Wenn ein deutscher Händler im Jahr 2023 Waren im Wert von 15.000 Euro nach Österreich verkauft hat, wird er dort mehrwertsteuerpflichtig. Das bedeutet, er muss die Umsatzsteuer direkt in Österreich abführen.
Das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS) wurde eingeführt, um den steuerlichen Aufwand für Händlerinnen und Händler zu minimieren. Es vereinfacht die Steuerabwicklung bei Verkäufen innerhalb der EU. Unternehmen können damit ihre Umsatzsteuer für alle EU-Länder zentral über eine einzige Stelle erklären und zahlen. So sparen Sie sich separate steuerliche Registrierungen in anderen EU-Ländern.
Einige Einschränkungen gibt es jedoch: Das Verfahren gilt nur für B2C-Verkäufe und digitale Dienstleistungen innerhalb der EU. B2B-Transaktionen sowie Waren aus Drittstaaten sind davon ausgeschlossen.
Für deutsche Onlineshops, die nach Österreich verkaufen wollen, bedeutet das:
Weitere Informationen rund um die OSS- und IOSS-Regelungen gibt es auf der Website des Bundeszentralamts für Steuern.
Während das OSS-Verfahren für innergemeinschaftliche Fernverkäufe innerhalb der EU konzipiert ist, kommt das Import-One-Stop-Shop-Verfahren (IOSS) speziell bei Warenlieferungen aus Drittländern zum Einsatz.
Das IOSS-Verfahren gilt für Verkäufe aus Drittstaaten mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro. Es ermöglicht die zentrale Abgabe von Umsatzsteuererklärungen und erfordert die Angabe einer IOSS-ID in der Zollanmeldung. Für deutsche Händlerinnen und Händler, die ausschließlich innerhalb der EU verkaufen, ist das IOSS-Verfahren aber weniger relevant.
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Unter dem Strich erfordert ein erfolgreicher Markteintritt außer den richtigen Produkten auch eine gut durchdachte Strategie und sehr gut funktionierende Prozesse.
Unsere vier wichtigsten Tipps, um erfolgreich grenzüberschreitend zu verkaufen und nachhaltig zu skalieren, haben wir hier nochmal kurz als Checkliste zusammengefasst:
Mit exporto wird der grenzüberschreitende Paketversand unkompliziert und effizient. 2025 können Online-Händlerinnen und -Händler unsere Lösung auch für Österreich nutzen und ihre Produkte mit dem besten Kundenerlebnis reibungslos dorthin versenden.
Statt sich mit einzelnen Prozessschritten auseinanderzusetzen, erhalten Sie mit exporto eine nahtlose Versandlösung, die das Liefererlebnis sowohl für Sie als Händlerin oder Händler als auch für Ihre Kundinnen und Kunden optimiert. Wir übernehmen die gesamte Abwicklung Ihrer Verkäufe nach Österreich – von der Abholung der Bestellungen in Ihrem Lager bis zur Verarbeitung und Rückabwicklung der Retouren.
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